
Die älteste geschriebene Aufzeichnung, in der Kozuchow erwähnt wurde, ist ein durch den Glogauer Fürsten Heinrich III ausgestelltes Dokument, das einen im Jahr 1253 abgeschlossenen Vertrag zwischen seinem Vater, Konrad I und dem Breslauer Bischof Thomas bestätigte. Schon damals war Kozuchow eine voll ausgebildete Stadt. Handel und Gewerbe bildeten im Mittelalter die wirtschaftliche Lebensgrundlage für die Einwohner von Kozuchow. Mitte des XV. Jahrhunderts erhielt die Stadt das Privileg eigene Münzen zu prägen, was die starke Position der Stadt bestätigte. Ihren Sitz hatten hier die Glogauer Fürsten. Die Stadt entwickelte sich. In den Jahren 1340 – 1369 wurden Kirchen erbaut, wie: neue Pfarrkirche, die Kirche des Heiligen Geistes, Sankt-Laurentius-Kirche (1403). Gebaut wurde das neue Rathaus und Krankenhaus für arme Leute. In den nächsten Jahren erfuhr Kozuchow nichts Gutes. Der 30-jährige Krieg, der Feldzug von Napoleon haben das Schicksal der Stadt bedeutend geprägt. Einen erneuten Entwicklungsschub erlebte die Stadt unter der preußischen Herrschaft. Ende des XVIII. Jahrhunderts entstand hier die erste Textilfabrik. In den nächsten Jahren wurden u.a. die Eisenbahnlinie, die Wasserleitungen und die Statdtbeleuchtung errichtet. Die Kriegshandlungen des II. Weltkrieges haben Kozuchow gemieden, dank dieser Tatsache wurden äußerst wertvolle Sehenswürdigkeiten verschont. Nach dem Krieg war Kozuchow bis zum Jahr 1953 der Sitz der Landkreisverwaltung. Hier wurden neue Fabriken und Schulen gebaut. Einer reichen Geschichte können sich auch die zur Gemeinde Kozuchow gehörenden Dörfer rühmen. Zu den ältesten gehören Solniki, Czciradz, Lasocin (die ersten Erwähnungen von 1220), Drwalewice (1223), Studzieniec (1255) und Stypulow (1295).
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